ZEIT für die Schule
Eine Frau singt auf einer Bühne in ein Mikrofon
sponsored post
alle für eine Welt für alle Logo
Artikel

Hallo Zoë, wie bist du dazu gekommen, Musik zu machen?
In der ersten Klasse habe ich angefangen, Klavier zu spielen, Musik war also schon früh Teil meines Lebens. Ich habe später auch Flöte gelernt, war in einer Percussion-Band, in einem Chor und im Orchester. In der vierten Klasse habe ich dann angefangen, eigene Musik zu komponieren und Texte zu schreiben. Die Musik wurde für mich zu meinem Safe Space, in dem ich meinen Gefühlen freien Lauf lassen und meine Erfahrungen verarbeiten kann. Gerade habe ich mein Abitur im Musikprofil gemacht, dadurch habe ich mir noch mal viel Theorie aneignen können. Dieses Jahr habe ich auch meinen eigenen Song „Erstes Mal“ rausgebracht, habe eine eigene Band namens „Zoë“ gegründet und hatte viele Auftritte.

Worum geht es in deinem Song?
Der Song ist ein Appell an Menschen, die wie ich in einem sicheren und reichen Land aufgewachsen sind und so viele Privilegien haben. Ich möchte sie darauf aufmerksam machen, dass es uns vergleichsweise sehr gut geht, es auf der Welt aber viele Ungerechtigkeiten gibt. Ich finde, man sollte die eigene Stimme, das eigene Privileg nutzen, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Mit „Let It Be“ spiele ich auf den Song der Beatles an, in dem es eher um die individuelle Entwicklung und die eigenen Probleme geht. Dies soll den Kontrast zu den großen Herausforderungen, die die Menschen weltweit haben, aufzeigen.

Gab es einen Auslöser dafür, dass dir deine Privilegien so bewusst wurden?
Einen genauen Auslöser gab es nicht, aber ich bin in einer Familie mit einem Bewusstsein dafür aufgewachsen. Außerdem habe ich das Gefühl, dass wir als Generation durch die globale Vernetzung, Social Media und den Zugang zu unbegrenzten Informationen mehr Bewusstsein für globale Themen und Probleme haben.

In dem Song rufst du dazu auf, dass Menschen sich dafür einsetzen, Ungerechtigkeiten in der Welt zu beenden. Hast du Tipps für andere, die den Song hören und sich engagieren möchten?
Allgemein würde ich mir wünschen, dass der Song Mut macht, selbst aktiv zu werden. Man kann ganz klein im Alltag anfangen, indem man sich informiert und Gespräche führt. Wichtig ist auch, daran zu denken, dass niemand die großen Herausforderungen alleine meistern muss, sondern dass viele kleine Schritte dazugehören. Wenn es ein bestimmtes Thema gibt, das einen berührt, und man aktiv werden möchte, würde ich empfehlen, sich einer Gruppe anzuschließen. Das kann das Engagement in einem Projekt oder einer Initiative sein, zum Beispiel in der Geflüchtetenhilfe, bei Klimaaktionen oder Fridays for Future.

Was wünschst du dir für die Zukunft?
Für die Zukunft wünsche ich mir, dass wir wieder mehr Empathie füreinander empfinden und dass wir lernen, stärker aufeinander zuzugehen und in den Austausch zu kommen. Außerdem glaube ich, dass wir trotz der schlechten Aussichten, die wir momentan als Generation haben, nicht die Hoffnung verlieren und Dinge wie Kunst, Musik und Kreativität in den Alltag integrieren sollten. Diese Dinge sorgen für Hoffnung und das Gefühl von Verbundenheit, trotz unterschiedlicher Lebensweisen und Erfahrungen. Kunst kann dazu beitragen, dass wir zusammenkommen können, obwohl wir anderer Meinung sind.

Instagram: @zoe.schmidnoerr

Zeigen Sie mit Ihrer Klasse, dass Musik die Welt verändern kann!

Der Song Contest „Dein Song für EINE WELT“ bietet Schülerinnen und Schülern die Chance, sich kreativ mit globalen Themen auseinanderzusetzen und mit ihrer Musik ein Zeichen für eine bessere Welt zu setzen. Teilnehmen können Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 10 und 25 Jahren, die einen eigenen Song geschrieben und komponiert haben. Im Frühjahr 2027 beginnt die Bewerbungsphase für den nächsten Jahrgang.

Alle Infos zur Anmeldung und zum Wettbewerb finden Sie auf eineweltsong.de. Tipps und Tricks auf dem Weg zum eigenen Song für Ihren Unterricht finden Sie auf zeitfuerdieschule.de.