ZEIT für die Schule
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Ob Ernährungstipps auf TikTok, Fitness-Challenges auf Instagram oder die schnelle Google-Suche bei Kopf­schmerzen – täglich stoßen Jugendliche auf Gesundheits­informationen im Internet. Doch wie gut können sie einschätzen, was seriös ist und was nicht? Die Antwort fällt ernüchternd aus: Mehr als der Hälfte der Schülerinnen und Schüler in Deutschland fehlen die entsprechenden Fähigkeiten, zeigt der Studien­bericht „Digitale Gesundheitskompetenz und Schule“. „Digitale Gesundheits­kompetenz bedeutet, Informationen zu finden, zu verstehen, kritisch zu bewerten und für die eigene Gesundheit anzuwenden“, erklärt Astrid Funken, Projekt­leiterin bei der BARMER. „Gerade bei jungen Menschen, die online immer mehr mit Gesundheits­inhalten konfrontiert sind, ist das leider keine Selbst­verständlichkeit.“

„Die größten Schwierigkeiten? Datenschutz und Vertrauen“

Warum fällt es Jugendlichen so schwer, sich sicher in der digitalen Gesundheits­welt zu bewegen? Laut der BARMER-Studie beginnt das Problem damit, dass Schulen das Thema bisher kaum aufgreifen: Knapp 49 Prozent der Schülerinnen und Schüler geben an, dass sie in der Schule kaum etwas oder gar nichts über digitale Gesundheits­kompetenz lernen. Und die Lehrkräfte selbst? Etwa zwei Drittel sagen, dass diese Inhalte an ihrer Schule nicht oder nur unzureichend vermittelt werden. Dabei ist der Zusammenhang zwischen digitaler Gesundheits­kompetenz und „realer“ Gesundheit eindeutig: Je höher die digitale Gesundheits­kompetenz, desto gesünder schätzen Schülerinnen und Schüler ihren Lebens­stil ein. Wer sich gut auskennt, isst häufiger Gemüse und seltener Süßigkeiten, treibt mehr Sport und kann eigene Körper­signale besser einschätzen.

Wie schafft es das Thema also in den Unterricht? Geht es um die generelle Medien­kompetenz von Schülerinnen und Schülern, sind deutsche Schulen heute gut aufgestellt: Sie ist in allen Bundesländern längst Teil des Lehrplans. „Die digitale Gesundheits­kompetenz ist bislang jedoch kein fester Bestand­teil“, betont Projekt­leiterin Astrid Funken. „Dabei gehört beides zusammen. Gesundheits­informationen sind ein zentraler Teil der digitalen Lebens­welt – und damit auch der Bildung.“ Für Lehr­kräfte bedeutet das: Sie sind gefordert, jungen Menschen das Rüstzeug zu geben, mit digitalen Gesundheits­informationen sicher umzugehen.

Durchblickt! – eine Plattform für Schule, Unterricht und Eltern

Um Lehrkräfte in dieser Funktion zu unterstützen, hat die BARMER das Präventions­programm „Durchblickt!“ entwickelt. „Unser Ziel ist es, Kinder und Jugendliche dabei zu begleiten, gesund aufzuwachsen. Wir erreichen Kinder und Jugendliche natürlich gut in der Schule“, so Funken. Die Plattform bietet kostenfreie Unterrichts­materialien, inter­aktive Angebote für Schülerinnen und Schüler sowie einen eigenen Content­bereich für Eltern. „Ein Kernstück sind aus­gearbeitete Hand­reichungen für Lehrkräfte, die direkt im Unterricht eingesetzt werden können – fächer­über­greifend und alters­über­greifend“, erklärt Funken. Die Themen reichen von Fragen zum Umgang mit Social Media und Daten­schutz über digitale Einsamkeit bis hin zur Frage, wie valide Informationen erkannt werden können. „Kein Thema ist aus­geschlossen, solange es mit Gesundheit in Verbindung steht“, so Funken.

Wie Lehrkräfte jetzt starten können

Aufgrund fehlender Strukturen ist das Thema für viele Lehrkräfte noch neu. Dabei sind sie der Schlüssel zum Erfolg im Unterrichts­alltag. Die Studie der BARMER zeigt: Je höher die digitale Gesundheits­kompetenz der Lehrkräfte selbst ist, desto häufiger vermitteln sie diese Inhalte an ihrer Schule. Aus diesem Grund richtet die BARMER 2025 zum ersten Mal eine eigene Konferenz aus, die sich dem Thema der digitalen Gesundheits­kompetenz widmet.

„AUSBLICK – der BARMER Kongress für Gesundheit und Bildung“ bietet praxisnahe Einblicke und gibt konkrete Hilfe­stellungen, wie digitale Gesundheits­kompetenz in den Unterricht integriert werden kann – ohne eine zusätzliche Belastung dar­zu­stellen. „Wenn wir digitale Gesundheits­kompetenz gemeinsam stärken, profitieren am Ende alle: nicht nur die Kinder, sondern auch die Schulen und Eltern“, sagt Funken.

AUSBLICK – Der BARMER Kongress für Gesundheit und Bildung

Sie sind Lehrkraft und möchten mehr zum Thema digitale Gesundheitsbildung erfahren? Dann melden Sie sich kostenlos zur Konferenz AUSBLICK der BARMER an.

AUSBLICK – der BARMER Kongress für Gesundheit und Bildung

4. November 2025 | 10 bis 17 Uhr
Spreespeicher, Stralauer Allee 2, 10245 Berlin

Alle Infos finden Sie hier.

Weitere Unterrichtsmaterialien zum Thema finden Sie außerdem bei durchblickt.