ZEIT für die Schule
Oberkörper einer lächelnde Frau am einem Laptop sitzend.
sponsored post
Artikel

Der Schulalltag ist heute geprägt von einer hohen Arbeitsbelastung, die über das eigentliche Unterrichten weit hinausgeht. Laut der Berliner Arbeitszeitstudie entfallen nur etwa 38 Prozent der Arbeitszeit von Lehrkräften auf den Unterricht selbst, die verbleibenden 62 Prozent fließen in sogenannte „unsichtbare“ Aufgaben. Dazu gehören die Vor- und Nachbereitung von Unterrichtsstunden, das Dokumentieren von Leistungen und Lernentwicklungen, Elterngespräche oder die Betreuung technischer Belange.

Dass Lehrkräfte solche Aufgaben neben ihrem eigentlichen Kernauftrag übernehmen müssen, empfinden viele Pädagoginnen und Pädagogen als frustrierend und ineffizient. „Die Aufgabenvielfalt für Lehrkräfte ist enorm. Man soll Rollen übernehmen, die man nie gelernt hat: IT-Support, Krankenschwester, Eventmanager und so weiter,“ sagt Katharina Strothmann, ehemalige Lehrerin und heute Projektmanagerin bei der Bildungsplattform Seven Education. Einen Großteil dieser Tätigkeiten könnte Künstliche Intelligenz übernehmen, gerade angesichts des wachsenden Personalmangels. KI lässt sich dabei als Werkzeug verstehen, um Schule zukunftsorientiert zu gestalten und den Menschen wieder ins Zentrum von Bildung zu rücken.

Schluss mit dem Papierkram: KI übernimmt die Verwaltung

Stundenplan, Vertretungsplan, Raumverwaltung – das alles kostet enorm viel Zeit. Genau hier spielt KI ihre Stärken aus: Sie verarbeitet große Datenmengen, erkennt Muster und findet innerhalb vorgegebener Rahmenbedingungen schrittweise die beste Lösung. Was Lehrkräfte früher Stunden gekostet hat, erledigen KI-basierte Planungstools heute auf Knopfdruck – arbeitsrechtskonform und direkt integriert in bestehende Verwaltungssysteme.

Auch in der Kommunikation mit Eltern kann KI spürbar entlasten. Spezialisierte Softwarelösungen können beispielsweise dabei unterstützen, Elternbriefe zu verfassen, Sprechzeiten zu koordinieren oder Informationen gezielt an einzelne Gruppen oder die ganze Schule weitergeben. Die verschiedenen Anwendungen sind auf einer zentralen Plattform gebündelt, auf der auch personenbezogene Daten sicher gespeichert werden.

Unterrichtsvorbereitung in Minuten statt Stunden

Guter Unterricht braucht gute Vorbereitung. Selbst erfahrene Lehrkräfte verbringen viele Stunden damit, Materialien zusammenzustellen, Übungsaufgaben zu entwickeln oder Jahrespläne auszuarbeiten. KI-Tools hingegen können binnen Sekunden Unterrichtspläne für das gesamte Schuljahr entwerfen, passgenau auf den geltenden Lehrplan abgestimmt. Wichtig dabei: Seriöse Anwendungen legen offen, welche Quellen sie dafür nutzen.

Die Anforderungen an Unterrichtsmaterialien sind heute hoch. Schülerinnen und Schüler sind es aus ihrem Alltag gewohnt, mit den unterschiedlichsten Medien umzugehen. KI ermöglicht es Lehrkräften, schnell und effizient Inhalte aller Art zu generieren: Texte und Diagramme, Bilder und Illustrationen, aber auch Kurzvideos, Animationen und interaktive Quizze. Programmierkenntnisse sind dafür nicht erforderlich, wohl aber ein wenig Fantasie. „Lehrkräfte müssen es sich erlauben können, mit KI zu experimentieren. Es kann sein, dass etwas nicht funktioniert – und das ist in Ordnung. Wir befinden uns mitten in einer Transformation“, sagt Lehrer, SPIEGEL-Bestsellerautor und Speaker Bob Blume.

Kein Kind zurücklassen: KI kann Förderung individueller machen

Alle Schülerinnen und Schüler bekommen denselben Text, dieselbe Aufgabe, dasselbe Tempo vorgegeben? Das Gießkannenprinzip ist schon lange nicht mehr zeitgemäß, und trotzdem ist die Alternative aufwendig. Denn individuelle Förderung bedeutet: Lehrinhalte mehrfach aufbereiten, in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, manchmal auch in verschiedenen Sprachen. Künstliche Intelligenz kann diesen Aufwand auf ein Minimum reduzieren und so individuelle Förderung auch in heterogenen Klassen ermöglichen.

Dazu kommt ein weiterer Vorteil moderner KI-Plattformen: Sie verbinden verschiedene Apps und Tools in einem gemeinsamen digitalen Arbeitsraum. Einmal erstellte Inhalte lassen sich flexibel weiternutzen – als PDF, Tabelle, Grafik oder im Whiteboard-Format. Das inspiriert dazu, Materialien von Anfang an vernetzt und medienübergreifend zu denken.

Nicht jede KI ist für Schulen geeignet – das sind die Kriterien

KI hat viel Potenzial – aber nur, wenn sie verantwortungsvoll eingesetzt wird. Ein unreflektierter Umgang birgt Risiken, besonders im Schulkontext. Deshalb ist es wichtig, den rechtlichen Rahmen genau zu prüfen. KI-Lösungen müssen den Datenschutz DSGVO-konform gewährleisten und personenbezogene Daten ausschließlich auf deutschen oder europäischen Servern speichern.

Wichtig ist auch, dass die eingesetzten KI-Systeme speziell für den Bildungsbereich entwickelt sind. Das heißt, sie sollten vertraut sein mit pädagogischen Anforderungen, curricularen Inhalten und den einschlägigen rechtlichen Vorgaben. Darüber hinaus müssen Lehrkräfte die Verantwortung und Kontrolle über alle KI-generierten Inhalte behalten. Transparenz bei der Quellenangabe und integrierte Mechanismen gegen Fehlinformationen sind dabei die Grundvoraussetzung.

Ist dieser Rahmen gegeben, kann künstliche Intelligenz ihr Versprechen an Schulen einlösen: Lehrkräfte können sich wieder stärker dem widmen, was sie ursprünglich in den Beruf geführt hat: jungen Menschen etwas beizubringen. Und zwar individuell, zugewandt und mit so viel Zeit, wie die oder der Einzelne braucht.

 Das vollständige Gespräch mit Katharina Strothmann und Bob Blume für die Bildungsplattform Seven Education steht Ihnen als Video zur Verfügung.